Digitalisierungsschub in der Bildungslandschaft

Der Bildungssektor hat nach Lösungen gesucht, um gesperrten Schulen, Fachhoch-schulen und Universitäten zu ermöglichen, mit möglichst wenigen Lücken weiterhin Wissen zu vermitteln. Dabei sind die Erfolge durchaus beeindruckend. Die Krise sorgt für einen Turboantrieb in Richtung Digitalisierung.


Dass der Shutdown der heimischen Bildungseinrichtungen zu einer immensen Herausforderung werden würde, war vom ersten Tag an klar. Ihrer sozialen Kontakte beraubte, oftmals bewegungseingeschränkte Kinder, mit Homeoffice und Home-schooling überforderte Eltern, fehlende technische Ausrüstung oder Internetzugang, mangel­hafte IT-Kenntnisse bei Lehrern oder die schwierige Suche nach Lösungen für Prüfungsmodalitäten stellen hier vermutlich nur die Spitze eines Eisbergs dar. Bei aller Kritik muss allerdings auch festgestellt werden, dass die Probleme in den allermeisten Fällen rasch gelöst werden konnten. Und die entwickelten Lösungen sorgen im Bildungssystem für einen riesengroßen digitalen Schritt in die Zukunft.

Lernplattformen im Fokus

„So neu ist Distance Learning gar nicht“, sagt AL Mag. Martin Bauer, MSc, Leiter der Abteilung IT-Didaktik im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF). „Viele Lehrer haben es in der organisierten Fernlehre schon länger verwendet. Entsprechende Lernplattformen gibt es seit über zehn Jahren.“ Dazu gehören etwa LMS.at, das unter anderem im Pflichtschulbereich im Burgenland oder Niederösterreich fast flächendeckend verwendet wird.
LMS.at verzeichnet wie Moodle, das in vielen AHS Anwendung findet, einen Anteil von 30 Prozent. Office 365 von Microsoft und G Suite von Google decken gemein-sam ebenfalls mehr als 30 Prozent ab. „All das sind kostenlose Angebote für die Schulen, die schon lange verwendet werden. Das BMBWF bietet Lernplattformen gesammelt an und hostet sie. Manche Schulen verwenden mehrere Systeme. Insgesamt sind etwa zwei Drittel der Schulen mit Lernplattformen abgedeckt“, sagt Bauer.


Weiter geht es in der aktuellen Print-Ausgabe.