Arbeitsmarkt der Zukunft

Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit, gekündigt oder im Homeoffice – der Arbeitsmarkt hat sich durch die     Corona-Krise massiv verändert. Was wird davon in Zukunft bleiben? Ist der Markt ruiniert oder nehmen wir auch positive Aspekte mit?


Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. COVID-19, das unbekannte Virus, das uns tagtäglich vor neue Herausforderungen stellt, hat dazu geführt, dass wir unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Tun neu organisieren müssen. Nicht nur in einem fernen Eck der Erde, dort, wo wir vorübergehend nicht mehr hinreisen werden, wo die Einzelschicksale uns aber wenig berühren, sondern überall, auch in Europa stand das Leben vorübergehend still. Wie die Blätter eines ungebundenen Buches, in das plötzlich der Wind fährt, wirbeln die Komponenten unseres Lebens durcheinander. Sie einzusammeln und in Ordnung zu bringen, ist derzeit unsere Aufgabe.         
Doch was bedeutet das für unser Arbeitsleben, für die Wirtschaft des Landes? Werden wir neue Möglichkeiten nutzen oder nur zu alten, „normalen“ Beständen zurückfinden? Ein spannendes Szenario, wie die Welt nach Corona aussehen könnte, hat der renommierte Zukunftsforscher Matthias Horx gezeichnet. Dass wir zu einer Normalität zurückkehren werden, hält er für unwahrscheinlich: „Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie  Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.“ In Form einer „Re-Gnose“ – statt Pro-gnose –, eines Blicks aus der Zukunft zurück ins Heute, überlegte er, wie sich denn die Corona-Krise im Nachhinein anfühlen könnte – und erntete damit jede Menge Echo bei Lesern.
Große Unternehmen suchen um Milliardenunterstützung an, um überleben und die Arbeitsplätze halten zu können, mittlere und kleinere Unternehmen helfen sich mit Kurzarbeit, Kündigungen, Ansuchen um Unterstützung aus den Härtefonds der Regierung, aber auch Kreditstundungen und Zahlungsaufschüben. Ob sie es schaffen werden, die Krise zu überstehen, wird sich wohl in vielen Fällen erst im Laufe der zweiten Jahreshälfte oder auch später herausstellen, denn aufgeschobene Finanzierungsprobleme werden sich auch verzögert nicht lösen lassen.

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