„Wir wollten den Beruf speediger gestalten“

Von Grafik bis Online – wer sich für die Lehre als Medienfachmann entscheidet, kann aus vier Schwerpunkten wählen. Damit wurde der rasanten Weiterentwicklung der Branche Rechnung getragen. Ein zentrales Bildungsziel ist dabei der Aufbau digitaler Kompetenzen.


Aus dem Mediendesigner wurde jetzt der Medienfachmann. „Angesichts der rasanten Änderung in der Branche hat die Notwendigkeit bestanden, den bisherigen Lehrberuf Mediendesigner auf neue Beine zu stellen“, sagt Günther Hofer, Fachgruppenobmann Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer NÖ. Denn die Digitalisierung habe nicht nur die Arbeitsweise der Unternehmen massiv verändert, sondern auch neue Berufe geschaffen. So liegt denn dabei auch ein wesentlicher Fokus auf dem Aufbau digitaler Kompetenzen. „Wir wollten den Beruf speediger gestalten“, sagt Hofer.

Vier neue Schwerpunkte. Neu ist auch, dass die Lehrlinge nun unter vier Schwerpunkten, nämlich Webdevelopment und audiovisuelle Medien, Grafik/Print/Publishing und audiovisuelle Medien, Online-Marketing und Agenturdienstleistungen, auswählen können. Wer sich für Ersteren entscheidet, erhält alles Wissenswerte über verschiedene Entwicklungstools und Programmiersprachen, die aktuellen technischen  Standards der Webentwicklung sowie die relevanten rechtlichen Grundlagen vermittelt. Daneben stehen die Planung,  Organisation und Finalisierung der Produktion von Video- und Audiobeiträgen sowie von 2D- und 3D-Animationssequenzen auf dem Programm.
Im Schwerpunkt Grafik/Print/Publishing und audiovisuelle Medien erhalten die Lehrlinge das nötige Handwerkszeug, um im Bereich Print und Digital selbstständig Medienprodukte designen und layouten zu können. Neben der Verwendung von unterschiedlichen Bildbearbeitungs- und Grafikprogrammen werden ihnen auch verschiedenste Gestaltungs- und Designelemente sowie Know-how zum Thema Corporate Design, der Erstellung von Prototypen und in Folge druckfähigen und publikationsfähigen Daten vermittelt.