Schaffe, schaffe, Häusle baue …

Der Lehrberuf des Maurers erhielt mit 1. Jänner 2020 eine neue Bezeichnung: Nach drei Jahren Lehrzeit kann er unter dem Namen „Hochbau“ abgeschlossen werden.

Hochbauer errichten Bauwerke und Bauwerksteile wie etwa Wohn- und Bürogebäude, aber auch Brücken, Tunnel, Kanäle und Entwässerungsanlagen sowie Straßen. Das Material, mit dem sie arbeiten, reicht von Natursteinen über gebrannte Ziegel, Holz, Platten, Beton und Leichtbeton bis zu anderen Formsteinen und Fertigbauteilen. Auch Wärmedämmung und das Verputzen von Wänden gehört zu ihrem Gewerk.
Neben dem Neubau von Bauwerken zählen Reparatur-, Restaurierungs- und Umbauarbeiten zu den Aufgaben eines Hochbauers. Auf Baustellen kooperieren sie eng mit Kollegen, auch anderer Gewerke, sowie mit     unterschiedlichen Fach- und Hilfskräften des Bauwesens nach den Anleitungen eines Baumeisters oder Bautechnikers und unter Anweisung von Polieren.

Gute Entlohnung für fleißige Hochbauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre, doch auch eine vertiefte Ausbildung mit zusätzlichen Lehrinhalten zum Hochbauspezialisten ist möglich – diese dauert vier Jahre. Die Lehrlingsentschädigung reicht von 995,- Euro im ersten Lehrjahr bis 1.990,- Euro im dritten und 2.239,- Euro im vierten Lehrjahr. Lehrlinge, die nach Vollendung des 18. Lebensjahres in die Lehre eintreten, erhalten 1.990,- Euro ab dem ersten Lehrjahr und ebenfalls 2.239,- Euro im vierten. Der Frauenanteil lag beim Vorläuferberuf des Maurers bisher bei unter einem Prozent; im Jahr 2018 gab es österreichweit nur 25 weibliche Lehrlinge. Das ist natürlich vor allem den hohen körperlichen Anforderungen geschuldet. ?Für den Beruf des Hochbauers eignen sich Menschen mit kräftigem Körperbau, physischer Ausdauer und körperlicher Wendigkeit, denn sie müssen schwere Materialien heben und tragen können und verrichten generell eher anstrengende Arbeiten.

Weiter geht es in der aktuellen Print-Ausgabe.