Lehre: Digitalisierung im Trend

Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) versprechen neue Lehrberufe gute Berufsaussichten sowie mehr Fachkräfte. Aber auch in klassischen Berufen hält die Digitalisierung Einzug. Ein Umstand, der sich auch in der Lehre widerspiegelt.

Die Digitalisierung „spüren“ klassische Handwerksberufe wie Goldschmied, Tischler oder Friseur genauso wie Industriebetriebe. Sogar völlig neue Berufe sind im Zuge der Digitalisierung entstanden. Dementsprechend sind Mitarbeiter, die in diesem Bereich fit sind, gesucht wie die sprichwörtliche Stecknadel im Heuhaufen. Kein Wunder, dass auch die Lehre diesem Trend Rechnung trägt. Seit September des Vorjahres gibt es etwa mit Systemtechnik, Betriebstechnik, Applikationsentwicklung-Coding und E-Commerce-Kaufmann neue Lehrberufe, die speziell auf das Thema Digitalisierung zugeschnitten sind. Mit Prozesstechnik folgt nun ein weiterer. Ergänzend dazu kommen nun im ersten Quartal 2019 fünf weitere Lehrberufe   im Bereich der Gastronomie, der Friseure sowie Prozesstechnik hinzu.

Jetzt neu: Prozesstechnik

Der dreieinhalbjährige Lehrberuf „Prozesstechnik“, der im ersten Quartal dieses Jahres angeboten wird, bietet sich in Werk- und Produktionshallen von Gewerbe- und Industriebetrieben unterschiedlicher Branchen an. Inhalte der Ausbildung sind unter anderem das Lesen und Anwenden von technischen Unterlagen wie zum Beispiel von Skizzen, Zeichnungen, Arbeitsanweisungen und dergleichen auch mittels mobiler Endgeräte, Planen des Einsatzes der Werkzeuge, Vorrichtungen und technischen Fertigungshilfen für Fertigungsmaschinen und Fertigungsanlagen oder Erarbeiten von Prozessoptimierungen im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung zum Beispiel durch den Einsatz von Assistenzsystemen wie Robotern, Datenbrillen, Manipulations- und Transportsystemen. Der Lehrberuf Prozesstechnik betrifft insbesondere industrielle Fertigungsprozesse und bildet die Entwicklungen in Richtung Vollautomatisierung.